Work Life FuckUp

Folge 01 | 08 Helge Thomas

Über das Interview

Was Ted Lasso und der SC Freiburg mit Burnout zu tun haben? Wenn es um Helge Thomas geht, dann ganz schön viel. Ich bin froh, dass Helge und ich gewartet haben, bis die Zeit reif war für dieses Interview. Und noch dankbarer bin ich, dass Helge sich so eingelassen hat auf meine Fragen und seine Gedanken dazu. Wir sprechen heute über Helges beruflichen Lebensweg, über Wiedervorlagen des Lebens und ganz konkret über Helges WorkLifeFuckUp.

Mehr als ein Jahr ist Helge raus aus dem Job und mit dem Abstand blickt er auf seine letzte Anstellung, aber auch auf die Jobs davor. Wir finden rote Fäden, Sackgassen und ein paar Muster. Und Helge gibt Einblick, was in dem Jahr nach seinem Burnout passiert ist, was er gelernt hat und welche Fragen er sich auch immer noch stellt. Raus kommt ein ehrliches Gespräch, in dem wir uns die Zeit nehmen, weit zurück zu gehen und immer wieder Bezug zum Heute zu nehmen.

Und wegen Helges Liebe zu Filmen dient in diesem Gespräch die Filmsprache immer wieder dazu, etwas zu beschreiben, was oft so schwer zu fassen ist: wie kommt’s zum WorkLifeFuckUp, zum Burnout und was kommt danach? Helge erzählt von seinen Erfahrungen und schenkt mir dabei sehr passende Bilder für Umstände und Gefühle, die ich bisher noch nicht so richtig greifen konnte.

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Folge 01 | 07 Daniel Schwarz

Über das Interview

Ich hab mich sehr auf das Interview mit Daniel gefreut, weil ich in Gesprächen mit Daniel immer nur bruchstückhaft mitgekriegt hab, was er so tut. Man macht das so selten, sich hinsetzen und eine ganze Stunde lang mal jemandem Fragen stellen. Es leben die Podcastinterviews!
Daniel leitet ein kleines Team, das sich darum kümmert, jungen Erwachsenen zwischen 18 und 27 einen möglichst zufriedenstellenden Alltag zu ermöglichen. Dabei ist natürlich nicht immer alles eitel Sonnenschein. Wie Daniel es schafft, von der Arbeit abzuschalten und welche Strategien er mit seinem Team hat, um gut arbeiten zu können und auch mental gesund zu bleiben, das erzählt er in der Podcastfolge.


Mit Daniel Schwarz spreche ich in dieser Folge jedenfalls über Stress im Körper und die Anforderungen der modernen Welt an uns. Es geht darum, richtig Pause zu machen und da zu sein, wo man gerade ist. Nach dem Motto: „Rechner zu, Arbeit fertig.“ Was bei Daniel so einfach klingt, das ist für viele Menschen eine Herausforderung. Dabei tut es so gut, dort zu sein, wo man ist: Also wirklich präsent bei der Arbeit und nach der Arbeit auch präsent zu Hause und nicht mit halbem Kopf im Job.
Warum Daniel sich als „rauchenden Lungenarzt“ bezeichnet, wie wichtig das Wechselspiel zwischen Nähe und Distanz in seinem Job ist und was er tut, um sich und sein Team mental gesund zu halten, das erzählt Daniel in dieser Folge.

Folge 01 | 06 Lia Kessler

Über das Interview

Mit Lia spreche ich nicht über Work-Life-Balance, sondern über Work-Work-Life-Balance. Denn Lia spricht etwas an, was in so einigen Gesprächen schon angeklungen ist und in meinem Gesprächen außerhalb des Podcasts auch immer wieder Thema ist: Carearbeit.

Natürlich kommen wir so schnell auf die Frage, was eigentlich Arbeit ist und was nicht und warum Carearbeit einen anderen Stellenwert hat als Lohnarbeit. Mit einem kleinen politischen Seitenhieb garniert machen wir ein Fass auf, dessen Inhalt wohl dutzende Podcastfolgen füllen könnte.
Auch dank schwäbischer Sozialisierung hat Lia „schon immer“ gearbeitet – zum Ausgleich von Rollen, für den Selbstwert, für die Balance oder einfach weil jemand dafür sorgen muss, dass die Miete am Ende des Monats abgebucht werden kann. Dabei gab es und gibt es immer wieder Phasen, stellen wir fest, in denen Lia unterschiedliche Anforderungen an ihre Arbeit hatte.

Wir rätseln, was Arbeit mit Selbstwert zu tun hat, wie Leistung und Arbeit zusammenhängen und was einen hält, wenn man eigentlich schon lange spürt, dass dieser Job so gar nicht mehr passt.
Und Lia teilt mit uns ihre eigenen Erlebnisse mit dem Work-Life-FuckUp und ist damit für mich das beste Vorbild für das, was sich Lia und ich wünschen: dass noch mehr Menschen ihre Geschichten erzählen und uns Einblick in ihre Work-Life-FuckUps geben.

Folge 01 | 05 Gregory von Abendroth

Über das Interview

Ich geb’s ja zu: fast so sehr wie auf Gregory hab ich mich auf den Ort gefreut, an dem wir das Interview aufgenommen haben. Im Satellit Glückstein in Mannheim haben wir uns eine knappe Stunde unterhalten und so einige Themen angeschnitten. 1000 Satellites hat sich zum Ziel gemacht, den perfekten Arbeitsort zu schaffen – und das direkt vor der Haustür, dank dezentraler Coworking-Spaces. Klar also, dass ich mit Gregory darüber sprechen will, welchen Einfluss die Arbeitsumgebung auf unsere Zufriedenheit hat.

Gregory gibt Einblick, was sie im 1000 Satellites-Team tun, um remote Arbeitsumgebungen zu schaffen, in denen Menschen um Hilfe bitten können und gut arbeiten können. Und wir sprechen darüber, dass nichts so perfekt ist, wie es scheint, sondern dass guter Arbeitskultur genau das im Weg stehen kann.

Wir sprechen auch über Gregorys eigene Reise von der Biologie zum Coworking und über seine Freude an der Arbeit. Gregory verrät uns seinen (bisherigen) Purpose und warum er jedem Menschen empfiehlt, sich Unterstützung von Coaches zu holen.

Vielleicht hört ihr den Podcast ja beim Pendeln zur Arbeit und vielleicht schaut ihr heute anders auf euer Büro und wer weiß; vielleicht stellt ihr heute euren Kolleg:innen ja mal die Frage, ob sie nicht Pause machen wollen. 🙂

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Folge 01 | 04 Lea Martial

Über das Interview

Wie ist das, wenn dein Business, mit dem du eigentlich erfolgreich bist, langsam aber sicher nicht mehr zu dir und deiner Begeisterung passt? Und wie ist das, wenn dir bei diesem Prozess mehrere Tausend Menschen zuschauen?


Mit dem Online-Kreativstudio Rosy & Grey hat Lea Martial erfolgreich Kreativworkshops angeboten und war damit auch auf Instagram und Co. sichtbar. Nach und nach hat sich Lea immer mehr für Persönlichkeitsentwicklung interessiert und da passte Rosy & Grey nicht mehr so richtig dazu. In der Zeit, in der wir uns kennengelernt haben, hat bei Lea gerade dieser Prozess stattgefunden. Und wie mehrere Tausend andere Menschen hab auch ich diesen Prozess bei Instagram miterlebt. Auch deshalb wollte ich mit Lea sprechen. Weil ich gern wissen wollte, wie es sich für Lea im Innern angefühlt hat. Denn – auch den Punkt macht Lea in unserem Gespräch noch mal stark – was wir in den sozialen Medien sehen, ist immer nur ein Teil dessen, was den Menschen dahinter bewegt.

Außerdem tauschen Lea und ich uns im Lauf des Gesprächs immer wieder darüber aus, warum zu Lea einige Aspekte der Selbstständigkeit perfekt passen, während ich Schnappatmung kriege. Wir sprechen über das Bild von Arbeit, mit dem wir aufgewachsen sind und darüber, dass die Arbeit in Leas Leben inzwischen nur noch eine von vielen Säulen ist. Wie sich das in ihrem Kalender widerspiegelt, wie wichtig Selbstreflexion ist und warum Pause offline anders ist, das erfahrt ihr in dieser Folge.

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Folge 01 | 03 Lisa Figas

Über das Interview

In Augsburg sitze ich zusammen mit Lisa Figas. Lisa hat mit ihrem besten Freund Daniel das Tech-StartUp Telemetry Deck gegründet und wenn jetzt beim Funding alles gut läuft, dann wird das StartUp sehr schnell wachsen.

Lisa stellt sich also die Frage, wie sie und Daniel es schaffen können, ein Unternehmen aufzubauen, in dem Menschen gern und gut arbeiten können und eben nicht auf den WorkLifeFuckUp zusteuern. Wie sie das angehen, darüber sprechen wir in der Folge.

Und Lisa gibt Einblick, was es für sie bedeutet, ihr Leben als Gründerin mit ihrem Familienleben unter einen Hut zu bringen und was passiert, wenn sie Gründer:innen rät: „Augen auf bei der Partnerwahl!“

Wir sprechen über Lisas Antrieb Dinge zu optimieren und ihre Leidenschaft für Datenschutz. Wir stellen uns die Frage, ob „schick machen für eine Arbeitsveranstaltung“ und „Nachts wachliegen und über die Arbeit grübeln“ eigentlich zur Arbeitszeit gehören und wir stellen die These auf: wenn wir gesellschaftlich was verändern wollen, dann müssen wir ganz früh anfangen.

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Folge 01 | 02 Juna Schönborn

Über das Interview

Wie können wir für etwas brennen, ohne auszubrennen? Diese Frage bringe ich Juna mit in unser Gespräch. Denn Juna arbeitet schon viele Jahre mit Sozialunternehmer:innen und Social StartUps (Definition hier) und weiß deshalb sehr genau, was bei den Social Entrepreneuren zum Work Life FuckUp führen kann und was dagegen hilft.

Juna nennt vier Charaktereigenschaften, die die meisten Sozialunternehmer:innen mitbringen:

  1. der Glaube daran, dass tatsächlich etwas verändern zu können & Selbstwirksamkeitserfahrung
  2. die Bereitschaft, wesentlich mehr zu tun, als in einem normalem Arbeitsverhältnis
  3. schnelles Umschalten von Problem zu Lösung
  4. enge Verbindung bis Deckungsgleichheit von Unternehmen/Organisation mit der eigenen Identität

Wie schaffen wir es also, die Menschen zu retten, die die Welt retten? Juna hat da ein paar Ideen und teilt im Laufe des Gesprächs auch so einige eigene Erfahrungen. Denn auch Juna kennt die Momente, in denen der FuckUp näher ist als die Balance.

Wir sprechen über (Nicht)Multitasking, gehen der Frage nach, warum sich Arbeitsstunden unterschiedlich intensiv anfühlen und sinnieren darüber, ob wohl alles in Achtsamkeit zu tun, DIE Lösung für alles sein kann. Und wir kommen auch in diesem Gespräch wieder darauf zu sprechen, wie viel der:die Einzelne bei sich selbst tun muss und welche Verpflichtungen auch Organisationen und Unternehmen haben.

In einem sind wir uns jedenfalls einig: Es sollte nur noch Sozialunternehmen geben und „fürs Weltretten brauchen wir Alle – und zwar in gutem Zustand.“

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Folge 01 | 01 Gabriele Schobeß

Über das Interview

In der ersten Folge des WorkLifeFuckUp-Podcasts treffe ich Gabriele Schobeß. Gabriele beschreibt sich selbst als „Sparringspartnerin für Menschen, Marken und Organisationen“. Mit Gabriele spreche ich sowieso immer gern und ganz besonders wollte von ihr mehr erfahren über New Work und Organisationsentwicklung.

Entstanden ist ein Gespräch in dem wir viele, viele Themen rund um Arbeit und Leben streifen: Wie wichtig es ist, sich selbst und seine Bedürfnisse zu kennen. Wie viel Potential Unternehmen liegen lassen, wenn sie Mitarbeitende entgegen ihrer Stärken und Bedürfnisse einsetzen – Stichwort Scannerpersönlichkeiten, die sich nur um ein Thema in der Tiefe kümmern sollen. Wir freuen uns über den Begriff Sozialkater und unsere gemeinsame Liebe für den Wald als Kraftquelle. Und wir sprechen über Weiterbildung und lernende Unternehmen. Gabriele erzählt ihre ganz persönliche Geschichte und wann sie in ihrem Arbeitsleben mit einem Work-Life-FuckUp konfrontiert war.

Besonders hab ich aus dem Gespräch mitgenommen, wie wichtig es ist, dass wir uns und unsere persönlichen Wünsche, Ziele und Bedürfnisse kennen. Passend dazu gibt es in dem Buch „4000 Wochen“ einen Impuls bzw. eine Übung: Schreibe zunächst in unsortierter Reihenfolge 25 (!) Dinge auf, die du in deinem Leben haben willst. Und dann sortiere diese nach Priorität und räume den ersten fünf den größtmöglichen Raum in deinem Leben ein. (In dem Buch, in dem dieses Methode Warren Buffett zugeschrieben wird, lautet die Empfehlung, die restlichen 20 Dinge so gut wie möglich zu ignorieren. Darüber denke ich noch nach 😀 )

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Gar nicht so leicht, aber äußerst aufschlussreich und deshalb eine Übung, die ich in meinen jährlichen Checkin aufgenommen habe.

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