Work Life FuckUp

Folge 01 | 04 Lea Martial

Über das Interview

Wie ist das, wenn dein Business, mit dem du eigentlich erfolgreich bist, langsam aber sicher nicht mehr zu dir und deiner Begeisterung passt? Und wie ist das, wenn dir bei diesem Prozess mehrere Tausend Menschen zuschauen?


Mit dem Online-Kreativstudio Rosy & Grey hat Lea Martial erfolgreich Kreativworkshops angeboten und war damit auch auf Instagram und Co. sichtbar. Nach und nach hat sich Lea immer mehr für Persönlichkeitsentwicklung interessiert und da passte Rosy & Grey nicht mehr so richtig dazu. In der Zeit, in der wir uns kennengelernt haben, hat bei Lea gerade dieser Prozess stattgefunden. Und wie mehrere Tausend andere Menschen hab auch ich diesen Prozess bei Instagram miterlebt. Auch deshalb wollte ich mit Lea sprechen. Weil ich gern wissen wollte, wie es sich für Lea im Innern angefühlt hat. Denn – auch den Punkt macht Lea in unserem Gespräch noch mal stark – was wir in den sozialen Medien sehen, ist immer nur ein Teil dessen, was den Menschen dahinter bewegt.

Außerdem tauschen Lea und ich uns im Lauf des Gesprächs immer wieder darüber aus, warum zu Lea einige Aspekte der Selbstständigkeit perfekt passen, während ich Schnappatmung kriege. Wir sprechen über das Bild von Arbeit, mit dem wir aufgewachsen sind und darüber, dass die Arbeit in Leas Leben inzwischen nur noch eine von vielen Säulen ist. Wie sich das in ihrem Kalender widerspiegelt, wie wichtig Selbstreflexion ist und warum Pause offline anders ist, das erfahrt ihr in dieser Folge.

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Folge 01 | 03 Lisa Figas

Über das Interview

In Augsburg sitze ich zusammen mit Lisa Figas. Lisa hat mit ihrem besten Freund Daniel das Tech-StartUp Telemetry Deck gegründet und wenn jetzt beim Funding alles gut läuft, dann wird das StartUp sehr schnell wachsen.

Lisa stellt sich also die Frage, wie sie und Daniel es schaffen können, ein Unternehmen aufzubauen, in dem Menschen gern und gut arbeiten können und eben nicht auf den WorkLifeFuckUp zusteuern. Wie sie das angehen, darüber sprechen wir in der Folge.

Und Lisa gibt Einblick, was es für sie bedeutet, ihr Leben als Gründerin mit ihrem Familienleben unter einen Hut zu bringen und was passiert, wenn sie Gründer:innen rät: „Augen auf bei der Partnerwahl!“

Wir sprechen über Lisas Antrieb Dinge zu optimieren und ihre Leidenschaft für Datenschutz. Wir stellen uns die Frage, ob „schick machen für eine Arbeitsveranstaltung“ und „Nachts wachliegen und über die Arbeit grübeln“ eigentlich zur Arbeitszeit gehören und wir stellen die These auf: wenn wir gesellschaftlich was verändern wollen, dann müssen wir ganz früh anfangen.

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Folge 01 | 02 Juna Schönborn

Über das Interview

Wie können wir für etwas brennen, ohne auszubrennen? Diese Frage bringe ich Juna mit in unser Gespräch. Denn Juna arbeitet schon viele Jahre mit Sozialunternehmer:innen und Social StartUps (Definition hier) und weiß deshalb sehr genau, was bei den Social Entrepreneuren zum Work Life FuckUp führen kann und was dagegen hilft.

Juna nennt vier Charaktereigenschaften, die die meisten Sozialunternehmer:innen mitbringen:

  1. der Glaube daran, dass tatsächlich etwas verändern zu können & Selbstwirksamkeitserfahrung
  2. die Bereitschaft, wesentlich mehr zu tun, als in einem normalem Arbeitsverhältnis
  3. schnelles Umschalten von Problem zu Lösung
  4. enge Verbindung bis Deckungsgleichheit von Unternehmen/Organisation mit der eigenen Identität

Wie schaffen wir es also, die Menschen zu retten, die die Welt retten? Juna hat da ein paar Ideen und teilt im Laufe des Gesprächs auch so einige eigene Erfahrungen. Denn auch Juna kennt die Momente, in denen der FuckUp näher ist als die Balance.

Wir sprechen über (Nicht)Multitasking, gehen der Frage nach, warum sich Arbeitsstunden unterschiedlich intensiv anfühlen und sinnieren darüber, ob wohl alles in Achtsamkeit zu tun, DIE Lösung für alles sein kann. Und wir kommen auch in diesem Gespräch wieder darauf zu sprechen, wie viel der:die Einzelne bei sich selbst tun muss und welche Verpflichtungen auch Organisationen und Unternehmen haben.

In einem sind wir uns jedenfalls einig: Es sollte nur noch Sozialunternehmen geben und „fürs Weltretten brauchen wir Alle – und zwar in gutem Zustand.“

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Folge 01 | 01 Gabriele Schobeß

Über das Interview

In der ersten Folge des WorkLifeFuckUp-Podcasts treffe ich Gabriele Schobeß. Gabriele beschreibt sich selbst als „Sparringspartnerin für Menschen, Marken und Organisationen“. Mit Gabriele spreche ich sowieso immer gern und ganz besonders wollte von ihr mehr erfahren über New Work und Organisationsentwicklung.

Entstanden ist ein Gespräch in dem wir viele, viele Themen rund um Arbeit und Leben streifen: Wie wichtig es ist, sich selbst und seine Bedürfnisse zu kennen. Wie viel Potential Unternehmen liegen lassen, wenn sie Mitarbeitende entgegen ihrer Stärken und Bedürfnisse einsetzen – Stichwort Scannerpersönlichkeiten, die sich nur um ein Thema in der Tiefe kümmern sollen. Wir freuen uns über den Begriff Sozialkater und unsere gemeinsame Liebe für den Wald als Kraftquelle. Und wir sprechen über Weiterbildung und lernende Unternehmen. Gabriele erzählt ihre ganz persönliche Geschichte und wann sie in ihrem Arbeitsleben mit einem Work-Life-FuckUp konfrontiert war.

Besonders hab ich aus dem Gespräch mitgenommen, wie wichtig es ist, dass wir uns und unsere persönlichen Wünsche, Ziele und Bedürfnisse kennen. Passend dazu gibt es in dem Buch „4000 Wochen“ einen Impuls bzw. eine Übung: Schreibe zunächst in unsortierter Reihenfolge 25 (!) Dinge auf, die du in deinem Leben haben willst. Und dann sortiere diese nach Priorität und räume den ersten fünf den größtmöglichen Raum in deinem Leben ein. (In dem Buch, in dem dieses Methode Warren Buffett zugeschrieben wird, lautet die Empfehlung, die restlichen 20 Dinge so gut wie möglich zu ignorieren. Darüber denke ich noch nach 😀 )

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Gar nicht so leicht, aber äußerst aufschlussreich und deshalb eine Übung, die ich in meinen jährlichen Checkin aufgenommen habe.

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Folge 01 | 00 Intro

In letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass sich in meinem Umfeld ein paar Themen und Fragen immer wieder wiederholen: Wie können wir für etwas brennen, ohne auszubrennen? Wie schaffen wir es, Arbeit und Leben in Balance zu bringen? Und ist das überhaupt das richtige Gegensatzpaar? Woher kommt die Balance? Was muss ich an mir und was muss sich an der Arbeitswelt und unserer Einstellung zu Arbeit verändern?

Ich glaube nicht, dass es auf diese Fragen die eine Antwort oder die eine perfekte Strategie gibt, aber ich bin überzeugt, dass wir durch Gespräche über das Thema lernen, uns nicht mehr so allein fühlen und dass die großen, schweren Themen zumindest ein bisschen ihren Schrecken verlieren, wenn wir uns dazu austauschen, statt sie allein in unseren Köpfen spazieren zu tragen.

Also hab ich mit klugen Menschen über das Thema WorkLifeFuckUp (und wie wir ihn am besten vermeiden) gesprochen.

Ab 15. Januar 2024 findet ihr hier alle zwei Wochen ein neues Interview. Viel Spaß!