Morgenroutine und wie ich sie für mich einsetze

Was ist eine Morgenroutine?

Wie der Name schon sagt, ist es ein sich täglich wiederholender Ablauf deines Morgens mit der Besonderheit, dass du dir dieses Ablaufes bewusst bist und ihn deshalb so gestaltest, dass er dir gut tut und dich positiv auf den Tag einstimmt.

Quelle: Fuck Lucky Go Happy

Morgenroutine wird gern als Mittel zur Selbstoptimierung der Leistungsgesellschaft abgestempelt. Noch besser, schneller und weiter zu kommen. Am besten schon morgens vor 7 Uhr die Hälfte der Arbeit erledigt zu haben, bevor man überhaupt ins Büro fährt, das scheint das erklärte Ziel der Morgenroutinler.

Spitze für Menschen, die zu Depressionen und Selbstüberforderung tendieren [Irony off] und für mich lang ein rotes Tuch, weil ich eben diesen Optimierungs- und Perfektionierungswahn der Superleister für gefährlich halte.

Meine Erfahrungen mit der Morgenroutine

Erst kürzlich hab ich das Thema Morgenroutine von einer anderen Seite kennengelernt.

Was, wenn ich die Morgenroutine nicht nutze, um so schnell wie möglich so viel wie möglich zu arbeiten und andere zufrieden zu stellen. Was, wenn ich den Start in den Tag ganz bewusst für mich nutze? Dafür, dass ich stabil starte, erstmal innen alles absichere bevor’s von außen auf mich einprasselt?

In den Gedanken hab ich mich sofort verliebt. Und wie das so ist mit Frischverliebten sind die Morgenroutine und ich ganz beschwingt gestartet, erstmal war alles super und hey, Morgenroutine FTW!

Inzwischen ist einige Zeit vergangen, die Morgenroutine und ich führen jetzt schon eine Weile eine feste Beziehung und wir haben uns eingegrooved.

Ich weiß jetzt, was mir morgens guttut, was ich wirklich brauche. Ich weiß aber auch, was unnütz ist, meinen Start in den Tag nicht besser macht und eher holpert als hilft.

Als Freiberuflerin und ohne festes Büro, in das ich täglich fahre, hab ich viele Freiräume bei der Gestaltung meines Arbeitsalltags. Genauso wenig Struktur hab ich aber. Für mich und mein Gemüt macht es aber erfahrungsgemäß sehr viel Sinn, eine gewisse Struktur zu haben. Wenn die dann noch selbstgewählt ist, fühlt sich das sehr nach Erwachsenenfreiheit an.

Hier ist sie also, meine ganz persönliche Morgenroutine und zusätzlich noch ein paar mehr, damit du dir aus den vielen Ideen das raussuchen kannst, was zu dir passt.

 

Meine Morgenroutine

Daraus besteht meine Morgenroutine aktuell

  • aufwachen – entweder durch den Hund oder meinen Wecker mit Musik
  • ab ins Bad zum Frischmachen
  • ein erstes großes Glas Wasser trinken
  • raus mit dem Hund an die frische Luft  (wie immer mit dem Fokus auf Achtsamkeit)
  • Kräuter und Blumen gießen
  • Spülmaschine ausräumen und/oder eine Wäsche waschen fürs gute Gefühl und weil mir das hilft, meine Gedanken zu ordnen und über das nachzudenken, was ich im Anschluss aufschreiben will
  • je nach Tagesform (und Wetter) mummle ich mich dann nochmal im Bett ein und schreibe von dort oder am Schreibtisch meine ersten Zeilen im Dankbarkeitstagebuch
  • mein täglicher Luxus-Espresso
  • eine Stunde schreiben (je nach Tagesthema), denn morgens bin ich am kreativsten und alles ist noch schön ruhig
  • jetzt erst wird das Handy aus dem Flugmodus geholt und das Internet am Rechner angemacht

 

Das ist nicht (mehr) Teil meiner Morgenroutine

  • Wir hatten zwischenzeitlich Deutschlandfunk als „Weckton“. Der Radiosender ist großartig, wenn es um die neusten Nachrichten und deren Hintergründe geht. Als Start in den Tag war er für mich aber ungeeignet: noch im Halbschlaf die ersten (negativen) Nachrichten zu verdauen, das schaff ich nicht.
  • Bevor ich mir so richtig Gedanken über meine Morgenroutine gemacht hab, hab ich oft noch im Bett liegend meine Social Media-Kanäle durchgezappt. Das hat aber den Fokus direkt weggelenkt von mir, meiner Tagesplanung und meinen Ansprüchen und hat vor allem viel Zeit gefressen. Deshalb: Facebook, Twitter, Instagram und Co gibts jetzt erst nach der Morgenroutine.
  • Dasselbe gilt für E-Mails: erst nach der Morgenroutine wird das Mailprogramm geöffnet. Bis dahin bleibt das Handy im Flugmodus.
  • Meditation: Durch mein Dankbarkeitsritual bin ich inzwischen relativ gut bei mir und zentriert. Manchmal hab ich Lust, morgens schon eine erste kurze Meditation einzulegen (siehe nächster Punkt), meistens ist das aber nicht nötig, sondern bringt mich eher aus dem Flow. Ich bin morgens ziemlich produktiv und brauche die Meditation eher am Nachmittag, kurz bevor mein Mann nach Hause kommt. Ich hab mir deshalb meinen Reminder so eingestellt, dass ich direkt vor Eintreffen meines Mannes meditiere. Das schließt super meinen Arbeitstag ab und stellt sicher, dass ich nicht noch in irgendwas versunken bin, sondern mich entspannt mit meinem Mann unterhalten und mit ihm den Feierabend einläuten kann.

 

Das will ich noch testweise in meine Morgenroutine einbauen

  • Yoga: Seit kurzem gehe ich mit meinen Hoppster-Buddies Lena und Anni zum Yoga und das macht mega viel Spaß. Ich hab das Gefühl, dass eine Runde Yoga morgens ganz guttun könnte.
  • Ich bin noch unentschlossen, ob kurze Meditation an der frischen Luft nicht doch noch ganz gut für die Morgenroutine wäre. Die letzten Tage hat es geregnet, aber ich will mal versuchen, ob ich nach der ersten Hunderunde nicht doch noch eine kurze Meditation an der frischen Luft einschiebe.

 

Wie siehts bei dir aus?
Hast du auch eine Morgenroutine oder willst eine einführen? Oder hast du Tipps, wie ich meine Morgenroutine noch besser machen kann? Dann her damit, ich freu mich!

 

PS: Bei Instagram und Twitter könnt ihr reinspitzeln in meine Morgenroutine. Ich sammle dort unter #MGZmorgenroutine 🙂

 

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