#mehrgutefotos: Perspektive

Wie so oft im Leben gilt auch bei der Fotografie: wer sich ein bisschen bewegt und ungewohnte Perspektiven einnimmt, entdeckt oft Großartiges.

Für die Fotochallenge #mehrgutefotos hab ich hier ein paar Infos und Anregungen zum Ausprobieren von neuen Perspektiven zusammengestellt.

Gerade bei feststehenden Objekten (also weder Tiere noch kleine Kinder) lohnt es sich, wenn du verschiedene Perspektiven ausprobierst. Hier siehst du drei Beispiele, wie ich meinen Rosmarin fotografiert habe. Selbe Zeit, selber Ort, selbe Kameraeinstellungen aber drei verschiedene Perspektiven:


Normalperspektive (mit leichter Draufsicht)

 

Vogelperspektive | Draufsicht

 

Froschperspektive | Untersicht

 


Normalperspektive:

Immer wenn du einfach stehenbleibst und geradeaus fotografierst, hast du ziemlich sicher aus Normalperspektive fotografiert. Diese Fotos haben den Vorteil, dass sie relativ wertfrei sind. Ein Portrait „auf Augenhöhe“ wertet nicht, ist allerdings auch nicht sonderlich spannend. Und Achtung: Wenn du jemanden oder etwas fotografierst, das unterhalb deiner Augenhöhe liegt, nimmst du automatisch eine Draufsicht ein – so wie ich beim ersten Bild meines Rosmarins. Hätte ich eine echte Normalperspektive auf Augenhöhe einnehmen wollen, hätte ich von weiter unten fotografieren müssen. So hab ich die Kamera nach unten geneigt. Dasselbe passiert häufig, wenn wir stehen bleiben und Kinder oder Tiere fotografieren ohne in die Knie zu gehen.

 

Vogelperspektive:

Fotos aus der Vogelperspektive werden von oben herab fotografiert und wirken manchmal eben auch so: Fotografierte Objekte oder Menschen wirken oft kleiner und gestaucht und dem Betrachter eher unterlegen.
Aber: Eine leichte Draufsicht ist z.B. bei Portraits gar nicht so übel, weil der Hals so schön gestreckt werden kann und der/die Portraitierte stolz das Kinn heben kann.

 

Froschperspektive:

Wahrscheinlich am seltensten gesehen und deshalb so spannend sind Fotos aus der Froschperspektive, wenn du also von unten hoch fotografierst. Ja, dazu muss man sich durchaus mal in den Matsch legen. Aber oft lohnt es sich. Vorsicht ist bei Portraits geboten. Wenn dein Modell in die Kamera blicken soll, entsteht oft ein Doppelkinn, das die meisten Menschen an sich nicht mögen.

In allen drei Perspektiven gibt es Abstufungen von extrem bis leicht und wieder zurück. Der Übergang ist fließend. Hier sind deshalb noch ein paar Beispiele für Fotos aus den drei Perspektiven.

Viel Spaß beim Ausprobieren und meld dich jederzeit, wenn du Fragen hast!

 

 

 

 

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